Vossische Zeitung
- ラインラントの解放――ジュネーヴでの交渉
- 将軍ではなく政治家を!
- ドイツ卸売業の危機
ジュネーヴ通信は外相会談の噂を批判し、ラインラント占領を軍人の手から政治的責任の下へ移すべきだと論じた。別の論説では卸売業団体の幹部が、静かな清算や財産を失った企業もあるため、破産件数だけでは業界の困窮を測れないと訴えた。いずれも主張を展開する文章であり、政府の決定済み事項を並べた記事ではない。
ラインラントの記事から2か所と、別の卸売業論説の冒頭を選んだ。軍縮論の後続部分や卸売業分析の残りの全文訳ではない。
翻訳
ラインラントの解放
ジュネーヴでの交渉。
bhd【ジュネーヴ9月13日】ドイツ外相と英仏両国の外相との会談について、事実に合わない、ありとあらゆる話が報じられている。
驚くには当たらない。世界中の記者が集まり、その日の出来事を語り合う場所では「推測」が生まれ、それが三人目の口から三人目の耳へ渡るころには、たやすく「確信」に変わってしまう。実際には、三外相自身は会談について、これまで一言も公にしていない。昨日の日曜日、ブリアンとシュトレーゼマンがシャモニーで秘密裏に会ったというのも事実ではない。フランス外相はジュネーヴでルーマニア側との夕食会に出席していた。ドイツ外相はシャモニーで、代表団員数人や個人的な友人とくつろいで語り合っており、そこでは政治の話など一切出なかった。
将軍ではなく政治家を!
もちろん、ドイツは国際連盟が軍縮問題を解決するまで待ってはいられない。しかし、この点で寛大な政策を取り、フランスに多少の時間を与えることは十分できる。ただし、占領の仕組みを今から改めることが条件だ。占領の運営について最終的に判断する権限を将軍たちの手から取り上げ、政治的な責任を負う人物に委ねなければならない。そもそも占領問題は軍事問題ではなく、きわめて政治的な問題なのである。
ドイツ卸売業の危機
ドイツ卸売業中央連合会事務局長、エンゲル博士、ベルリン。
ドイツ卸売業中央連合会は本日、デュッセルドルフで年次大会を開く。
ドイツの卸売業を今なお覆う不況は、各企業に懸命で苦しい努力を強いてきた。それでも利益はほとんど得られず、多くの企業は窮乏を余儀なくされた。業界には大きな穴がいくつも開いた。卸売業が歩まねばならなかった道は、経済的な破綻の墓標が並ぶ苦難の道だった。しかし、その状況をよく表すのは、破産や裁判所の監督下に置かれた企業の数だけではない。資産が足りず破産手続きすら始まらないまま、名もなき者の経済的な墓地に眠る多くの企業も数えなければならない。そして何より、静かに清算して息絶えた企業を忘れてはならない。気高い野生の獣が、声もなく嘆きもせず、森の最も深いところへ退き、横たわって死ぬように、そうした企業は消えていったのだ。
解説
交渉と期待が集まる都市、ジュネーヴ
連盟の年次総会は、各国政府の代表と記者を一つの都市に集めた。正式な会議の外での接触も、とりわけ独仏英の外相が戦後の関係を話し合う時期には、大きなニュースになり得た。「ラインラントの解放」という表題には、外交が占領を変えることへのドイツ側の期待が表れている。通信が描く国際会議は、交渉の場であると同時に、その行方への期待がたちまち広がる場でもあった。
占領の指揮権を政治家へ移すという提案
論説は、軍縮問題全体の解決を待たずに動ける方法として、占領を誰が指揮するかを変えるよう求めている。政治的責任を負う人物が指揮すれば、その運営を外交交渉や公的な責任の問題として扱える、という筋道である。フランスに時間を与える譲歩と、占領地域に対する即時の変更を組み合わせた提案だった。ドイツ側の要求と、多国間交渉の遅い歩みを両立させようとしている。
破産件数だけでは捉えきれない企業の消滅
エンゲルは、企業が消えていく道をいくつかに分けている。破産や裁判所の監督下に入る企業もあれば、手続きに必要な資産さえ残らない企業、静かに事業を畳む企業もあった。業界が年次大会で訴えようとする苦境を理解するには、この違いが重要になる。法的な手続きの件数だけでは、企業や生計の喪失をすべて捉えられない。墓地にたとえる長い比喩は、個別の、記録されにくい経験を、業界全体の苦しみとして伝えている。
原文
Die Befreiung der Rheinlande — Verhandlungen in Genf
Die Befreiung der Rheinlande
Verhandlungen in Genf
bhd Genf, 13. September
Ueber die Unterredungen zwischen dem deutschen Außenminister und seinen englischen und französischen Kollegen ist alles Mögliche veröffentlicht worden, was den Tatsachen nicht entspricht.
Das ist kein Wunder; denn wo sich Journalisten aus aller Welt zusammenfinden und die Ereignisse des Tages besprechen, da ergeben sich „Vermutungen“, die leicht zu „Gewißheiten“ werden, wenn sie vom dritten Munde in das dritte Ohr gelangen. Tatsächlich haben die drei Außenminister selbst über ihre Unterredungen bisher kein Wort verlauten lassen. Es ist auch nicht wahr, daß am gestrigen Sonntag eine heimliche Zusammenkunft zwischen Briand und Stresemann in Chamonix stattgefunden hat. Der französische Außenminister war in Genf bei einem Diner mit den Rumänen zusammen, und der deutsche Außenminister hat sich in Chamonix mit einigen Mitgliedern der Delegation und einigen persönlichen Freunden in gemütlicher Unterhaltung befunden, in der die Politik überhaupt keine Rolle gespielt hat.
Politiker statt Generale!
Politiker statt Generale!
Natürlich kann Deutschland nicht warten, bis die Abrüstungsfrage vom Völkerbunde gelöst ist, aber es kann sehr wohl in diesem Punkte eine großzügige Politik treiben, die den Franzosen etwas Zeit läßt unter der Bedingung, daß die Besatzung schon jetzt anders geregelt wird, daß die oberste Entscheidung über die Handhabung der Besatzung aus den Händen der Generale genommen und in die Hände von politisch verantwortlichen Persönlichkeiten gelegt wird. Die Besatzungsfrage ist eben keine militärische, sie ist eine in hohem Maße politische Frage.
Die Krisis im deutschen Großhandel
Die Krisis im deutschen Großhandel
Von Dr. Engel, Geschäftsführer im Zentralverband des Deutschen Großhandels, Berlin
In Düsseldorf tritt heute der Zentralverband des Deutschen Großhandels zu seiner diesjährigen Tagung zusammen.
Die Depression, in der sich der Deutsche Großhandel heute noch befindet, hat angestrengte mühselige Arbeit von den Großhandelsbetrieben verlangt und doch kaum eine Rente zugelassen, sondern den Betrieben vielfach Entbehrung auferlegt. Schwere Lücken sind in den Bestand des Großhandels gerissen. Der Weg, den der Großhandel gehen mußte, war ein Leidensweg, eingesäumt von Leichensteinen wirtschaftlicher Zusammenbrüche. Aber nicht nur die Zahl der Konkurse und Geschäftsaufsichten gibt ein charakteristisches Bild der Lage, sondern man muß auch die große Zahl jener berücksichtigen, die auf dem wirtschaftlichen Friedhof der Namenlosen liegen, über die aus Mangel an Masse kein Konkurs eröffnet worden ist, und man muß nicht zuletzt jener Betriebe gedenken, die still liquidiert haben und gestorben sind, so, wie ein edles Wild stirbt, das still und ohne zu klagen in die tiefste Stelle des Waldes geht und sich zum Sterben hinlegt.