新聞を読み込んでいます… / Loading the edition…

· ベルリン(ドイツ) · ドイツ語

Vossische Zeitung

1926年9月28日の『フォッシッシェ・ツァイトゥング』は、ドイツとの協力に応じる姿勢を示しながら、条約上の権利、武装解除、賠償を重視し、フランスの債務返済を復興負担と結びつけたポアンカレの演説を伝えた。プロイセンでは、私的な連立協議を取り上げ、ドイツ人民党がドイツ国家人民党の参加を条件とせず、閣僚ポストの獲得を通じて政権に加わる可能性を論じた。エーミール・ルートヴィヒは、グスタフ・フライタークの回想を用い、皇太子フリードリヒの議会政治への志向とホーエンツォレルン家のための野心を並べて、その自由主義者としての名声を問い直した。

翻訳

ポアンカレの第二の演説

復興された地域と、約束された賠償金の定期的な支払い。

フランスは、両国に関わりうる問題についてドイツと話し合うことを、一度も拒んだことはない。フランスは、かつての敵国に対して、遺恨や憎悪に基づく政策をとろうとしたことは一度もない。フランスは常に、接近に向けた措置を試みる用意がある。ただし、それが以前に締結された条約やフランスの同盟関係と両立し、帝政政府の戦争責任を疑問に付す結果を招かず、さらに、ドイツの物質的・精神的な武装解除について、すでに得られている決定的な証拠によって正当化されることが条件である。

フランスは、高潔で寛大な国という自らの名声のために、そうする義務を負っている。4年にわたる戦争によって甚だしく混乱したヨーロッパに対しても、その義務を負っている。また、世界のすべての諸国民に対しても、その義務を負っている。諸国民はフランスに対し、苦悩する人類に過去ほど暗くない未来をもたらすため、力の及ぶ限りあらゆることを行うよう求めているのである。フランスがこの義務を怠ることは決してない。しかし、明日の不確実さを前にして、フランスが条約上の権利を犠牲にすることも、警戒を緩めることも望まないとしても、誰も驚くことはあるまい。」

ポアンカレが演説で取り上げたもう一つの外交問題は、連合国間債務の問題だった。彼は、フランスがその義務を一度も否認したことがないばかりか、利払いのためにすでに相当な金額を支出してきたことを、改めて指摘した。ドイツの長期にわたる支払い不履行によって、フランスが自力で復興の負担を背負わざるをえなかったのでなければ、フランスの支払額ははるかに大きかったはずだという。将来についてもフランスは、支払い能力に応じ、国外送金の可能な範囲内で、特別な債務上の義務を果たす決意であるという。政府は、この問題を検討するための資料を下院の関係委員会に送付し、近く議会で公開討議を始められることを期待しているという。その場合、フランスの信用を揺るがし、投機に利する現在の不確実な状態を、これ以上続けさせないことがフランスの利益になるという。

理事会の12月会期

「大連立」をめぐって

「大連立」をめぐって
ライディヒとヘスの会談

日曜日、ドイツ人民党のライディヒ博士議員と中央党のヘス博士議員の間で、プロイセンの情勢と、政府を改組する可能性について話し合いが行われた。大連立による解決を阻む困難については、両者の認識は一致していた。この会談はあくまで私的な意見交換であり、会派側から何らかの措置がとられたわけではないことを強調しておかなければならない。各会派が集まるのは10月6日であり、その時点で自らの立場を決めることができる。

*

この準公式の声明を正しく理解するには、ドイツ人民党がこれまで、ドイツ国家人民党を含めてプロイセン政府を右へ拡大すべきだという要求に固執してきたことを思い起こす必要がある。この要求は今や、最終的かつ正式に撤回された。検討されている可能性は二つだけである。現政府をそのまま存続させるか、大連立を組むかだ。ドイツ人民党は、他の諸党が現ブラウン内閣の改組を認め、一定の閣僚ポストを同党に譲るのであれば、原則として大連立に加わる用意がある。ライディヒ博士もヘス博士も、それぞれの会派から正式な委任を受けて交渉したわけではないという点が、目立つほど熱心に強調されている。しかし、実際にはそれに大した意味はない。ライディヒ博士もヘス博士も、自らの会派の原則的な同意を確信していなければ、連立拡大についての話し合いに入ることはなかったはずだからである。

皇帝フリードリヒの自由主義

自由主義
エーミール・ルートヴィヒ

皇帝フリードリヒをめぐる論争については、私の皇帝に関する著書への批判、とりわけ敬愛すべきフリードリヒ・クルティウスの批判(『ホーホラント』7月号)に関連して、先ごろ本紙(『フォッシッシェ・ツァイトゥング』9月25日号)で概略を述べた。この論争は、たいてい自由主義的な皇太子の神格化に行き着く。最初の論考の末尾で、私は問いを立てた。彼の内面はどのようなものだったのか。今、その問いを取り上げ、さらに鋭く問いたい。フリードリヒは本当に、この50年来人々が称賛し、今またクルティウスが称賛するような、あの自由主義の精神の持ち主だったのか。確かに、ビスマルクがドイツの憲法を作った1867年と1870年、フリードリヒは当初、それよりよいもの、すなわち議会政治を望んでいた。しかし、それと同時に何を望んでいたのか。プロイセンをドイツに融合させ、ドイツの諸侯には称号と名誉上の権利だけを残し、上院を与えること。ホーエンツォレルン家には帝冠と権力を与えること。そして、帝国議会に責任を負う帝国政府を設けること。これが皇太子の、ロマン主義的で王朝的で民主主義的な帝国の夢だった。彼はすでに8月半ば、進軍中のヴォージュのある村で、信頼するグスタフ・フライタークにそれを語っていた。「そこで彼は激しく言い放ち、その目は輝いた。いや、国王は皇帝にならなければならない!」

「私は驚いて殿下を見た」とフライタークは書いている。「彼は将軍の外套を、その長身を王のマントのように包む形でまとい、ホーエンツォレルン家の金の鎖まで身につけていた。野営地でくつろぐときには、ふだん身につけないものだった。そして、意気揚々と村の広場を歩いていた。明らかに彼は、皇帝という理念が自分にとって持つ意味に心を満たされ、外見までこの会話に合わせて整えていたのだ。」

友人である詩人は、あらゆる危険を予告し、さらには次のようなことまで予言して彼を戒めたが、無駄だった。

「ホーエンツォレルン家の質素な青い軍服は、最後にはただ

解説

接近政策と、債権国でも債務国でもあるフランス

ポアンカレは、対独接近を、フランスの条約上の権利、同盟関係、賠償請求権の維持と両立するものとして示した。その条件では、ドイツの武装解除の証拠と、帝政政府の戦争責任を引き続き認めることが結びつけられていた。同時代の『イブニング・スター』の報道も、この発言をトワリー交渉と明確に結びつけていた。財政面の論理には先例があった。1922年7月19日付の米国国務長官宛て書簡で、ポアンカレは、ドイツからの支払いが不十分なためフランスが復興費を負担し、米国への返済能力が損なわれていると主張した。1926年の記事もこの関係を繰り返し、将来の返済はフランスの支払い能力と国外送金の可能性に左右されるとしている。議会の委員会、公開討議、信用、投機への言及は、債務問題の解決がフランスの当面の財政状況にとっても重要だった理由を示している。

交渉の焦点となった閣僚ポスト

この論説が指摘するのは、交渉の対象の変化である。ドイツ人民党は、それまでドイツ国家人民党を含めた右への政権拡大を求めていたが、紙面によれば、今や選択肢はブラウンの現政府の存続か大連立かの二つとなった。同党が参加の条件として示したのは、内閣改組と一定の閣僚ポストの割り当てだった。したがって、従来求めていた別の連立相手の参加を条件とせずに、政権参加と閣内での影響力を交渉できるようになった。また論説は、協議が私的なものだったという声明の強調に異を唱え、ライディヒとヘスはそれぞれの会派の原則的な同意を確信していなければ協議に入らなかったはずだと論じている。このように推定された支持と、今後予定される10月6日の会派会合との違いから、会派の正式決定に先立って予備交渉が進みうる仕組みが見えてくる。

議会政治への志向と帝冠の威信

ルートヴィヒはフリードリヒの議会政治への志向を認めたうえで、それだけで彼の政治的人格を説明しきれるのかと問う。1889年刊のフライタークの回想では、引用された会話の場所と日付はペータースバッハ、1870年8月11日とされている。その記述でフライタークは、プロイセン国王が新たな連邦の軍を統率し、別の称号が必要ならドイツ公となることを提案するが、フリードリヒは国王が皇帝にならなければならないと言い張る。この対照がルートヴィヒの引用に力を与えている。フライタークは政治的・軍事的な権力と皇帝の称号が持つ威信とを区別し、皇太子の外套と金の鎖の描写によって、その威信を目に見えるものにしている。ルートヴィヒはクルティウスとの論争にこの場面を持ち込み、議会に責任を負う政府を求めるフリードリヒの願望と、ホーエンツォレルン家に帝冠と権力を集中させようとする願望とを並べている。

原文

Boincares zweite Rede

hergestellten Gebiete und die regelmäßige Zahlung der versprochenen Reparationen. Frankreich hat es niemals abgelehnt, mit Deutschland über Fragen zu sprechen, die beide Länder interessieren können. Frankreich hat gegenüber seinen früheren Gegnern niemals eine Politik der Ranküne oder des Hasses zu betreiben versucht. Es ist immer bereit, Schritte zur Annäherung zu versuchen, vorausgesetzt, daß diese sich mit den früher abgeschlossenen Verträgen und Frankreichs Allianzen in Uebereinstimmung bringen lassen, daß diese nicht dazu führen, die Verantwortlichkeit der kaiserlichen Regierung am Kriege in Zweifel zu ziehen, und daß sie ferner durch die vorliegenden und entscheidenden Beweise der materiellen und moralischen Entwaffnung Deutschlands gerechtfertigt sind. Es schuldet dieses seinem Ruf als edelmütige und großmütige Nation. Es schuldet dies dem so schwer durch einen vierjährigen Krieg gestörten Europa, es schuldet dies sämtlichen Völkern der Welt, die Frankreich verpflichten, alles zu tun, was in seiner Macht steht, um der verstörten Menschheit eine weniger dunkle Zukunft, als die Vergangenheit war, zu bringen. Es wird diese Pflicht niemals versäumen, aber niemand wird erstaunt darüber sein, daß angesichts der Ungewißheit von morgen Frankreich weder seine vertraglichen Rechte opfern noch in seiner Wachsamkeit nachlassen wolle. " Das andere außenpolitische Problem, das Poincaré in seiner Rede aufwarf, war die Frage der interalliierten Schulden. Er wies erneut darauf hin, daß Frankreich nicht nur seine Verpflichtungen niemals geleugnet habe, sondern bereits beträchtliche Summen für ihre Verzinsung aufgewendet habe. Die französischen Zahlungen würden weit beträchtlicher gewesen sein, wenn Frankreich nicht angesichts der langen Karenz Deutschlands gezwungen gewesen wäre, aus eigenen Kräften die Lasten des Wiederaufbaues zu tragen. Auch für die Zukunft sei Frankreich entschlossen, nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit und in den Grenzen der Möglichkeit des Transfer seinen außerordentlichen Verpflichtungen nachzukommen. Die Regierung habe den zuständigen Kommissionen der Kammer die dokumentarischen Unterlagen zur Prüfung der Frage übermittelt. Sie hoffe, daß in Kürze die öffentliche Diskussion vor dem Parlament beginnen kann. In diesem Falle habe Frankreich ein Interesse daran, die gegenwärtige Ungewißheit, die seinen Kredit erschüttere und die der Spekulation diene, nicht länger bestehen zu lassen. Die Dezembertagung des Rates

Um die „Große Koalition“

Um die " Große Koalition " Die Besprechung Leidig-Heß Am Sonntag hat zwischen dem volksparteilichen Abg. Dr. Leidig und dem Abg. Dr. Heß vom Zentrum eine Besprechung über die Lage in Preußen und die Möglichkeiten einer etwaigen Umbildung der Regierung stattgefunden. Ueber die Schwierigkeiten, die der Lösung im Sinne der Großen Koalition entgegenstehen, bestand einmütige Auffassung. Es muß betont werden, daß es sich bei dieser Unterredung nur um eine private Aussprache handelte; irgendein Schritt von seiten der Fraktionen liegt nicht vor. Die Fraktionen treten erst am 6. Oktober zusammen und können dann selbst Stellung nehmen. * Man muß sich, um das offiziöse Communiqué richtig zu verstehen, daran erinnern, daß die Deutsche Volkspartei bisher an ihrer Forderung festgehalten hat, die preußische Regierung müsse nach rechts, unter Einbeziehung der Deutschnationalen, erweitert werden. Diese Forderung ist jetzt endgültig und formell fallen gelassen worden. Es werden nur zwei Möglichkeiten in Betracht gezogen: das unveränderte Verbleiben der gegenwärtigen Regierung oder die große Koalition. Die Deutsche Volkspartei ist im Prinzip zur Großen Koalition bereit, wenn von den anderen Parteien eine Umbildung des gegenwärtigen Kabinetts Braun, unter Ueberlassung bestimmter Portefeuilles an die Deutsche Volkspartei, zugestanden wird. Mit sichtlicher Beflissenheit wird betont, daß weder Dr. Leidig noch Dr. Heß in offiziellem Auftrage ihrer Fraktionen verhandelt haben. Das will praktisch nicht viel bedeuten, denn weder Dr. Leidig noch Dr. Heß hätten sich in Besprechungen über eine Koalitionserweiterung eingelassen, wenn sie nicht der prinzipiellen Zustimmung ihrer Fraktionen sicher gewesen wären.

Kaiser Friedrichs Liberalismus

Liberalismus Von Emil Ludwig Der Streit um Kaiser Friedrich, den ich jüngst an dieser Stelle (" Vossische Zeitung " vom 25. September) im Anschluß an die Polemiken gegen mein Kaiserbuch und vorzüglich die des ehrwürdigen Friedrich Curtius (im " Hochland " vom Juli) skizzierte, mündet gewöhnlich in eine Apotheose des liberalen Kronprinzen. Am Schlusse meines ersten Artikels habe ich die Frage gestellt: Wie sah er innerlich aus? Ich nehme die Frage jetzt auf und spitze sie zu: War Friedrich wirklich jener liberale Geist, den man seit fünfzig Jahren und den nun wieder Curtius preist? Freilich wollte er, als Bismarck die Deutsche Verfassung schuf, 1867 und 1870 zunächst etwas Besseres, nämlich parlamentarisches Regime. Aber was wollte er gleichzeitig? Preußen in Deutschland aufgehen lassen, den deutschen Fürsten nur Titel, Ehrenrechte und ein Oberhaus lassen und geben, den Hohenzollern die Reichskrone und Gewalt, ein Reichsministerium, verantwortlich dem Reichstage: das war des Kronprinzen romantisch-dynastisch-demokratischer Reichstraum; er hatte ihn schon Mitte August beim Vormarsch in einem Vogesendorf dem vertrauten Gustav Freytag vorgetragen: " Da brach er stark heraus, und seine Augen leuchteten: Nein, der König muß Kaiser werden! " " Betroffen sah ich auf den Herrn, " schreibt Freytag, " er hatte den Generalsmantel so umgelegt, daß er wie ein Königsmantel seine hohe Gestalt umschloß, und auch die goldene Kette der Hohenzollern umgeschlungen, die er doch sonst in der Ruhe des Lagers nicht zu tragen pflegte, und schritt gehoben auf dem Dorfanger dahin. Offenbar hatte er, erfüllt von der Bedeutung, die der Kaisergedanke für ihn hatte, auch sein Aeußeres der Unterredung angepaßt. " Vergebens hatte ihn der Freund und Dichter gewarnt, ihm alle Gefahren und sogar dies prophezeit: " Der einfache blaue Rock der Hohenzollern wird zuletzt nur noch

紙面の出典:Source: Staatsbibliothek zu Berlin / zefys

万国一面について →

本日の新聞一覧

街を巡る ↑
100%
原紙を拡大して読む

つまんで拡大 · 指で紙を動かす