Vossische Zeitung
- ゲルマースハイム事件の報告
- フランス側の説明――正当防衛
- 1923年のフェーメの歴史
ゲルマースハイムの銃撃事件について、紙面は鋭く対立する二つの説明を伝えた。プファルツ側の調査は、武器を持たず酔ってもいない若者たちが一方的な暴力を受けたとし、フランス側は、繰り返し襲われた士官が正当防衛に出たと主張した。別の記事は、黒い国防軍とフェーメ殺人をめぐる証言が公開前に何度も審査される手続きを皮肉り、政府の秘密保持によって公開の検証が遅れる様子を報じた。
翻訳
ゲルマースハイム事件の報告
『フォッシッシェ・ツァイトゥング』通信部
ek フランクフルト・アム・マイン、9月28日
ゲルマースハイムで起きた悲劇的な事件について、プファルツ行政長官が行った調査により、月曜日未明の出来事は次のとおり疑いなく明らかになった。
「9月27日未明、午後8時から午前0時まで数軒の酒場に出入りしていた4人の若者が、午前1時ごろ帰宅しようとしていた。彼らは武器を持っておらず、酔ってもいなかった。それ以前にフランス人との衝突はなく、言葉のやり取りさえなかった。町の外のルートヴィヒ門で、若者たちは私服姿の男が立って、自分たちをじっと見ていることに気づいた。そこでホルツマンが4人の一団から離れ、見知らぬ男に近づいた。男はフランス語で何か呼びかけたが、ホルツマンには分からなかった。するとそのフランス人は乗馬用の鞭でホルツマンに打ちかかり、襲われた側が何もしていないのに、拳銃で2、3発発砲した。そのうち1発がホルツマンの顔に当たった。
若者たちの一団はそこで引き返し、軽傷で済んだホルツマンを病院へ連れていこうとした。途中で荷馬車の御者マーテスに出会い、事件のことを話した。するとマーテスは、そのフランス人はこの道を下ってくるはずだから、待って身元を確かめようと提案した。実際にフランス人は姿を現し、まず一団のそばを通り過ぎた。一団は少し距離を置いて後を追った。若者たちがフランス人にほとんど追いついたとき、男は振り向き、撃つぞと脅した。そこで若者のうち2人が逃げた。マーテスとヘルマン・フェヒターという男は、なおもフランス人の後を追った。男は再び振り向き、ドイツ人たちに『気をつけろ! 近づくな! 下がれ!』と叫んだ。その瞬間、若いホルツマンを負傷させたそのフランス人が、約4メートルの距離からマーテスとフェヒターに向けて発砲した。弾はマーテスの頭に当たった。その間に集まってきた通行人が重傷者を介抱し、近隣の家々からは驚いた住民たちが出てきた。するとさらに立て続けに銃声が響き、そのうち2発がエルンスト・ミュラーに当たった。1発は腕に、もう1発は心臓に命中した。ミュラーは即座に倒れ、死亡した。[?]
フランス側の説明――正当防衛
22–26。長距離電話:デーンホフ交換局3686–3698。電報宛先:ウルシュタインハウス、ベルリン。郵便振替口座:ベルリン660。
ゲルマースハイムでフランス人士官1人と数人のドイツ人との間に起きた争いについて、マインツに寄せられた情報によると、これらのドイツ人は日曜日の間に何度もフランス兵を挑発していたという。9月27日午前1時ごろ、6人のドイツ人が町の門で士官1人を襲ったとされる。脅され、殴られた士官は、まず威嚇射撃をした後、正当防衛で襲撃者の1人を負傷させたという。帰宅の途中で再び襲われ、もう一度身を守らなければならず、その際にドイツ人1人を殺害し、別の1人を負傷させたという。フランス軍法会議が調査を開始したとされる。
1923年のフェーメの歴史
ヤーンケとキュストリン一揆
プロイセン州議会のフェーメ殺人調査委員会は、まったく「徹底した」仕事ぶりだと言わざるをえない。昨日の正午には会議が予定されていた。そこで、工芸家シュミットとドイツ国家人民党のヤーンケ議員による、黒い国防軍などの出来事についての証言が、関係当局に異議のない範囲で一般に公開されるはずだった。
ところが、そうはならなかった。委員会はまたしても、まず非公開で審議した。何を秘密にしておき、何を公開してよいか、その仕分けに依然として相当な時間がかかっている。そのため委員たちには、次のような楽しい仕事が待ち受けている。委員たちは、証人シュミットとヤーンケの証言を聞いた。次に報告担当委員が証言を精査し、何が公開に適し、何が適さないと思うかについて、ほかの出席者に自分の見解を長々と説明した。こうして委員たちは、両証人の証言をもう一度頭に入れる機会を得た。
ところがその間に、ドイツ内閣が証言の速記録を検討し、プロイセン内相と合意のうえで、政府が政治的理由から秘密にしておきたい部分と、公表に異議を唱えない部分を、書面で委員会に通知した。したがって委員会は、同じ証言を3度も出されることになった。そして今度こそ、その神聖な証言調書が実際に公開の会議で読み上げられるなら、少なくともその大部分を4度目に聞かされるのに耐えなければならない。
非公開の会議では、証言の公表に対する懸念についてゼーヴェリング内相から事情を聴くよう求めた共産党の動議が否決された。ハイルマン議員(社会民主党)は、その
解説
外交交渉に移った調査
ゲルマースハイム事件の説明が対立するなか、調査資料の入手が外交上の問題となった。9月30日の『ダルムシュテッター・ツァイトゥング』は、ドイツ政府が駐パリ大使にフランス側の公式調査結果の提供を求めるよう指示したと伝えた。また、フランス側の介入で、ドイツ司法当局による遺体の検査が遅れたとも報じた。この後続報道から、本紙が二つの説明を並べた意味が分かる。ドイツ側は一方的な銃撃だったとし、フランス側は正当防衛を主張しており、両者の説明を検証するには、相手側の調査結果を入手し、物的証拠を調べることが欠かせなかった。[1926年9月30日付紙面](https://exist.ulb.tu-darmstadt.de/3/v/pa000232-0269)
接近外交と同じ議会の場で論じられた事件
この事件は、ドイツの新たな外交的地位と同じ議会の場で扱われた。10月10日付『ジュルナル・デュ・ロ』は、国会外交委員会がドイツの国際連盟加盟、トワリー会談、ゲルマースハイム事件を審議したと伝えた。複数の閣僚が出席し、シュトレーゼマンがジュネーヴとトワリーでの交渉を説明したという。こうして銃撃事件は、主要な外交問題と並んで委員会の議題となった。このつながりにより、本紙の対立する説明は、地元の捜査を超えた意味を持っていた。事件は、ドイツの対外関係を検討する人々にとっても問題となっていたのである。[1926年10月10日付紙面](https://archives.lot.fr/_depot_adlot/_depot_images_local/JOURNALDULOT/JOURNALDULOT_1926_10_10.pdf)
軍事問題の公表が政治的な争点となった背景
フェーメの記事は、議会で得られた証言の公表を政府が統制する仕組みを描いている。ドイツ内閣はプロイセン内相との合意のもと、証言のうち秘密にしておきたい部分を指定した。審査が繰り返され、シュミットとヤーンケによる黒い国防軍についての証言を一般の人々が聞く機会は遅れた。連邦政治教育センターが1969年に刊行した歴史論考は、フェーメ裁判を、国防軍指導部の秘密活動とその内政・外交上の問題を明るみに出した1926~1928年の一連の醜聞に位置づけている。この広い歴史的背景から、公表の持つ意味が分かる。軍事問題についての証言は、隠されていた活動を公の議論に持ち込み、個々の刑事事件を超えた政治的問題を提起しうるものだった。[APuZ掲載の歴史論考](https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/528326/aus-der-chronik-des-nobelpreises-fuer-carl-von-ossietzky/)
原文
Der Bericht über Germersheim
Nachrichtendienst der " Vossischen Zeitung " ek Frankfurt a. M., 28. September Die durch den Regierungspräsidenten der Pfalz über den tragischen Zwischenfall in Germersheim angestellte Untersuchung hat folgendes einwandfreie Bild von den Vorgängen in der Nacht zum Montag ergeben: " In der Nacht zum 27. September wollten vier junge Leute, die von 8-12 Uhr in verschiedenen Wirtschaften verkehrt hatten, sich gegen 1 Uhr nach Hause begeben. Sie trugen weder Waffen, noch waren sie betrunken. Es war auch nicht zu irgend welchen Zusammenstößen oder auch nur zu einem Wortwechsel vorher mit den Franzosen gekommen. Außerhalb der Stadt, am Ludwigs-Tor, sahen die jungen Leute einen Zivilisten stehen, der sie aufmerksam beobachtete. Aus der Gruppe der vier Leute löste sich darauf Holzmann und näherte sich dem Unbekannten, der ihm etwas in französischer Sprache zurief, was aber Holzmann nicht verstand. Der Franzose schlug dann nach Holzmann mit einer Reitpeitsche und gab, ohne daß von seiten des Angegriffenen etwas geschehen wäre, aus einer Pistole zwei oder drei Schüsse ab, von denen einer Holzmann ins Gesicht traf. Die Gruppe der jungen Leute kehrte darauf um, um Holzmann, der nur leicht verletzt war, ins Krankenhaus zu bringen. Unterwegs begegnete ihnen der Fuhrmann Mathes, dem sie den Vorfall erzählten, und der daraufhin vorschlug, auf den Franzosen, der die Straße herunterkommen müsse, zu warten und seine Personalien festzustellen. Der Franzose kam auch und ging zunächst an der Gruppe vorbei, die ihm dann in einiger Entfernung folgte. Als die jungen Leute den Franzosen beinahe eingeholt hatten, drehte er sich um und drohte zu schießen. Zwei der jungen Leute flüchteten darauf. Mathes und ein gewisser Hermann Fechter gingen weiter hinter dem Franzosen her. Dieser drehte sich wieder um und rief den Deutschen zu: " Attention! Kommen Sie nicht heran! Gehen Sie zurück! " In diesem Augenblick schoß der Franzose, der den jungen Holzmann verwundet hatte, nach Mathes und Fechter aus einer Entfernung von etwa vier Metern. Er traf Mathes in den Kopf. Passanten, die sich inzwischen einfanden, bemühten sich um den Schwerverwundeten; aus den Nachbarhäusern kamen die aufgeschreckten Bewohner heraus. Da fielen eine Reihe weiterer Schüsse, von denen zwei den Ernst Müller trafen, und zwar einer in den Arm und der zweite ins Herz. Müller brach sofort tot zusammen. [?]
Die französische Darstellung: Notwehr
22-26 für den Fernverkehr Amt Dönhoff 3686-3698. TelegrammAdresse: Ullsteinhaus, Berlin. Postscheckkonto Berlin 660. Nach den in Mainz eingegangenen Erkundigungen über den zwischen einem französischen Offizier und mehreren Deutschen in Germersheim entstandenen Streit ergibt sich, daß im Laufe des Sonntags französische Soldaten mehrfach von diesen Deutschen provoziert worden sind. Am 27. September gegen 1 Uhr früh hätten sechs Deutsche einen Offizier am Stadttor angegriffen. Der bedrohte und geschlagene Offizier habe in Notwehr einen seiner Angreifer verwundet, nachdem er zuvor einen Schreckschuß abgegeben habe. Auf dem Heimwege sei er erneut angegriffen worden; er habe sich ein zweites Mal verteidigen müssen und dabei einen Deutschen getötet und einen andern verwundet. Vom französischen Militärgericht sei eine Untersuchung eingeleitet worden.
Die Geschichte der Feme 1923
Jahnke und der Küstriner Putsch Der Untersuchungsausschuß des preußischen Landtags über die Fememorde leistet, das muß man sagen, " gründliche " Arbeit. Für gestern mittag war eine Sitzung angesetzt, in der die Oeffentlichkeit über die Aussagen des Kunstgewerblers Schmidt und des deutschnationalen Abgeordneten Jahnke, die die Vorgänge in der Schwarzen Reichswehr usw. zum Gegenstand hatten, unterrichtet werden sollte, soweit die maßgebenden behördlichen Instanzen dagegen nichts einzuwenden hatten. Es kam aber anders. Der Ausschuß verhandelte zunächst wieder nicht öffentlich. Die Scheidung dessen, was geheim bleiben sollte und was der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden darf, nimmt weiter geraume Zeit in Anspruch. Für die Mitglieder des Ausschusses ergibt sich daraus die folgende unterhaltsame Beschäftigung: Die Ausschußmitglieder haben die Aussagen der Zeugen Schmidt und Jahnke mit angehört. Dann hat der Berichterstatter die Aussagen durchgearbeitet und den übrigen Teilnehmern in langen Ausführungen seine Ansicht darüber klargelegt, was ihm für die öffentliche Bekanntgabe geeignet und was ihm ungeeignet erscheine. Die Ausschußmitglieder hatten auf diese Weise zum zweitenmal Gelegenheit, die Aussagen der beiden Zeugen in sich aufzunehmen. Inzwischen aber hat sich das Reichskabinett mit dem Stenogramm der Aussagen beschäftigt und im Einverständnis mit dem preußischen Minister des Innern in einem Schreiben dem Ausschuß mitgeteilt, was die Regierung aus politischen Gründen geheim zu halten wünscht, und was sie nicht beanstandet. Der Ausschuß bekam somit also die Bekundungen zum dritten Male vorgesetzt und wird sie nun wenigstens zum großen Teil noch ein viertes Mal über sich ergehen lassen müssen, wenn nun wirklich die geheiligten Zeugenprotokolle in öffentlicher Sitzung vorgetragen werden. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde ein kommunistischer Antrag, den Minister Severing über seine Bedenken gegen die Veröffentlichung der Zeugenaussagen zu vernehmen, abgelehnt. Abg. Heilmann (Soz.) bezeichnete die