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· ベルリン(ドイツ) · ドイツ語

Vossische Zeitung

仏伊間の緊張を、パリ側の軍事的予防措置という報道と、ローマ側の亡命者政治への圧力という二つの通信が描いた。隣のベルンハルト論考は、二国間関係から連盟総会の権限と予測しにくかった理事会選挙へ目を移した。

パリ通信、ローマ通信、ベルンハルトの理事会選挙論から選んだ段落を掲載。旧字体は通常の文字に転記し、記事の続きと三面に案内されたシュトレーゼマン演説は含めない。

翻訳

ローマ・パリ間に深刻な緊張

イタリアの複数のフランス領事館が騒乱や襲撃に遭ったことを受け、在ローマのフランス臨時代理大使は昨日、本国政府の指示で厳重な抗議を行った。これによって、少なくともイタリア政府から正式な謝罪は引き出された。
[…]
事情に詳しい筋から聞いたところでは、フランス政府はここ数日、国境沿いに相当数の部隊を集め、国境を越える往来の厳重な監視を命じた。フランス領アルプスには、6個師団もの部隊が集結しているという。国境要塞の兵装や砲兵戦力も、ここ数日で大幅に増強されたとされる。フランスに攻撃の意図はない。これらの措置はすべて、イタリア側の不意の行動に備えることだけを目的としている。

ローマ、再び攻勢へ

イタリア政府は、フランスで発行されているイタリア亡命者の新聞を抑制または禁止するには、フランスの法律で十分に対応できると考えている。フランス政府は、好ましくないと見なす一部のイタリア人の滞在許可を取り消すこともできる。交渉の中心になっているのは、どうやらこの点らしい。『トリブーナ』は論説の結びで、イタリアとフランスの良好な関係を続けるには、フランスが善意を示し、イタリアの要望に応じることが条件になるべきだと主張している。ファリナッチも同様に、フランス警察がすべてのイタリア亡命者を国境の外へ追放すべきだと要求している。

理事会選挙の背景――ゲオルク・ベルンハルト

ジュネーヴの理事会選挙が、ようやく行われた。別欄に掲げた結果には、意外な点が多い。非常任の議席がほぼ全面的に入れ替わるとは、まず誰も予想していなかっただろう。しかも、新たな理事国の地位がどの国に与えられるかは、最後の瞬間まで分からなかった。国際連盟総会は、自らが最高の決定機関であり、今後もそうあり続ける意志を示すことを、とりわけ重視したようだ。
[…]
結局、チェコスロヴァキアは2回目の投票で僅差の過半数を得て、理事会入りした。これによって同国外相の卓越した仲介能力が、引き続き理事会で生かされることになった。
[…]
今回の連盟会議は、ドイツ加盟という一大事件に助けられた。世界の世論にとって、今会期はそれによって特別な輝きを帯びたのである。だが、ジュネーヴで審議に立ち会った者なら、ドイツ加盟にまつわる一切を除けば、今回の会議は連盟史上もっとも精彩を欠くものだったのではないか、という判断に至った。

解説

領事館襲撃から国境の緊張へ

領事館への襲撃は、フランス代表の安全を両政府間の問題にした。パリは正式な抗議でローマの対応を求め、同じ通信は国境での軍事的な備えも伝えている。謝罪はすでに起きた襲撃への対応、国境の警戒は新たな事件を防ぐための措置であり、外交上の役割が異なる。領事館をめぐる紛争が一面の大きな記事になった理由は、この二つが同時に進んでいたことにある。

国外の反対派をどこまで取り締まれるか

亡命者の新聞をめぐる要求によって、争点はイタリア国外での政治活動に広がっていた。ローマが求めたのは、フランス領内の出版物や居住者に、フランス自身の法律と警察権を使わせることだった。『トリブーナ』はその制限を両国関係の条件に結び付け、ファリナッチはさらに一律の追放を要求した。自国の反対派を国外でも黙らせるため、他国政府にどこまで協力を求められるのかが問題になっている。

総会は独自の意思を示せるのか

国際連盟は、国際紛争を平和的に処理する場を目指して設けられた。ベルンハルトが注目するのは、その場が独自の政治的な働きを持つかどうかだ。結果の読めない選挙は、代表たちが既定の人事を追認せず、自ら権限を行使したことの表れとなる。チェコスロヴァキア外相の仲介能力を評価するのも、連盟での実務を重く見るためだ。ドイツ加盟の華やかさを除いた会期への不満も、外交の場として何を果たしたかという基準から出ている。

原文

Ernste Spannung Rom–Paris

Der sehr energische Protest, den gestern der französische Geschäftsträger in Rom im Auftrage seiner Regierung aus Anlaß der Zwischenfälle und tätlichen Angriffe erhoben hat, denen mehrere französische Konsulate in Italien ausgesetzt waren, hat die italienische Regierung immerhin zu einer formellen Entschuldigung bewogen.
[...]
Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, hat die französische Regierung in den letzten Tagen beträchtliche Truppenkonzentrationen an der französischen Grenze vorgenommen und eine scharfe Ueberwachung des Grenzverkehrs angeordnet. Es sollen in dem französischen Alpengebiet nicht weniger als 6 Divisionen konzentriert sein. Auch die Armierung und die Artilleriebestände der Grenzfestungen sollen in den letzten Tagen wesentlich verstärkt worden sein. Frankreich verfolgt damit keinerlei direkte Absichten. Der Zweck all dieser Maßnahmen ist lediglich Sicherung gegen Ueberraschungen von italienischer Seite.

Rom macht erneut mobil

Die italienische Regierung ist der Ansicht, daß die französische Gesetzgebung eine genügende Handhabe bietet, die in Frankreich erscheinende Presse der italienischen Emigranten zu zügeln oder zu verbieten. Ferner könnte die französische Regierung einige Aufenthaltsbewilligungen für mißliebig gewordene Italiener zurückziehen. Das scheinen die wichtigsten Punkte zu sein, über die Verhandlungen geführt werden. Die „Tribuna“ schließt ihren Artikel, indem sie die Fortsetzung der guten italienisch-französischen Beziehungen davon abhängig gemacht wissen will, daß Frankreich seinen guten Willen beweise und den italienischen Wünschen entgegenkomme. Aehnlich äußert sich auch Farinacci, der verlangt, daß alle italienischen Emigranten durch die französische Polizei über die Grenze abgeschoben werden müßten.

Hintergründe der Ratswahlen — Georg Bernhard

Die Ratswahlen in Genf sind nun endlich vor sich gegangen. Das an anderer Stelle mitgeteilte Ergebnis ist in vielen Punkten eine Ueberraschung. Daß eine beinahe vollständige Erneuerung aller nichtständigen Sitze stattfinden würde, hat man wohl kaum vorher angenommen. Aber bis zum letzten Augenblick hat man auch nicht gewußt, wem nunmehr die neuen Ratswürden zufallen sollten. Die Versammlung des Völkerbundes hat anscheinend besonderes Gewicht darauf gelegt, zu dokumentieren, daß sie die souveräne letzte Instanz sein und bleiben will.
[...]
Es ist nun schließlich mit einer kleinen Mehrheit im zweiten Wahlgang die Tschechoslowakei in den Rat eingezogen. Damit ist die außergewöhnliche Vermittlerfähigkeit des tschechoslowakischen Außenministers dieser Körperschaft erhalten geblieben.
[...]
Die diesmalige Völkerbundtagung ist die Sensation des Eintrittes Deutschlands zugute gekommen. In der Weltöffentlichkeit hat dadurch gerade die jetzige Session einen besonderen Glanz erhalten. Wenn man aber den Verhandlungen in Genf beigewohnt hat, so kam man zu dem Urteil, daß nach Abzug alles dessen, was sich um den deutschen Eintritt rankte, diese Tagung des Völkerbundes vielleicht die farbloseste war, die der Bund bisher erlebt hat.

紙面の出典:Source: Staatsbibliothek zu Berlin / zefys

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