Prager Tagblatt
- 新たに拡大した理事会の初会合
- ファシストの帝国主義
- 決着
シュトレーゼマンの提案によりベネシュが理事会議長に決まった。隣の記事は仏伊の緊張を伝え、社説は紛糾する外交でも再び戦争になるよりよいと論じた。
理事会議長の決定、仏伊関係記事の選択段落、社説の結論を採用。理事一覧と引用外交分析の全体は転記していない。
翻訳
新たに拡大した理事会の初会合
ジュネーヴ、9月16日。新たに選出された理事会は、午後5時から非公開で会合を開き、体制を整えた。議事規則では、フランス語のアルファベット順に従い、ドイツが議長を務めるはずだった。だがシュトレーゼマン博士は、理事会には新しいメンバーが多数いるため、今会期の議長には必要な経験と実務に通じた人物を選ぶのが望ましいと述べた。そして、理事会第51会期で議長を見事に務めたチェコスロヴァキア代表ベネシュ博士に、引き続きその役を担ってもらいたいと強く推薦した。
シュトレーゼマン博士の動議は全会一致で採択された。午後5時45分に会合が公開されると、報道陣の前の議長席にはベネシュ博士が座っていた。
ファシストの帝国主義
パリ、9月16日。長期休暇を終えて任地へ戻った在ローマのフランス大使ベナールは、出発前の今朝、ブリアンに代わって外務省の仕事を担っているポアンカレと会談した。話題はイタリアで最近起きた事件だった。
在ローマのフランス臨時代理大使が昨日、本国政府の指示で厳重に抗議した結果、ファシスト系の報道機関は反仏攻撃を一時的に弱めた。
[…]
フランス領アルプスには6個師団もの部隊が集結し、国境要塞の兵装や砲兵戦力もここ数日で大幅に増強されたという。これらの措置の目的は、イタリア側の不意の行動に備えることだけである。
決着
これに対して国際連盟は、その組織全体が討議と解決を促すようにできている。確かに、討議は必ずしも礼節あるものには見えず、解決には妥協の弱さがあり、譲歩にも目を配らざるを得ない。それでも、すべての国家の審判の場で問題を処理するという事実だけで、その問題には「決着した」という空気が生まれ、厳粛な講和会議の決議のような性格が与えられる。戦争が起きる前の講和会議――それこそ、連盟がすでに今日果たしている役割である。私たちは近い過去に、それを軽んじてよいほど恵まれた経験をしてはいない。「1914年から1918年の偉大な時代」を生き延びた私たちにとっては、ジュネーヴの会議卓を囲む最悪の陰謀や、どれほど悪意と嫉妬に満ちた争いでさえ、血まみれの戦場での最も英雄的な戦いより、なお好ましく、歓迎できるのである。
解説
拡大した理事会をどう動かすか
国際連盟理事会の非常任理事国は1926年に9か国へ増え、顔ぶれが大きく変わった。シュトレーゼマンの提案は、その拡大が生む実務上の問題に応えるものだった。経験を持つ議長がいれば、新しい代表を含む理事会の仕事を進めやすい。ドイツの順番を譲ってベネシュを推したことで、継続は慣行の単なる引き継ぎではなく、新たなメンバーの全会一致による決定にもなった。
抗議外交と国境の備え
イタリアでの事件に対するフランスの対応には、大使の協議、臨時代理大使の抗議、そして国境の増強という複数の経路があった。協議と抗議は政策を調整して要求を伝え、軍事的な備えは次の不意の事態に向けられる。ファシスト系報道の攻撃が一時弱まったことにも、世論への働きかけと政府間関係が連動していた意味がある。通信がパリの会談からアルプスの要塞へ話を進めるのは、そのためだ。
戦争の前に開く講和会議
この論説は、連盟の外交が円満だとして擁護しているのではない。妥協や激しい駆け引きがあっても、戦闘よりよいという議論だ。比較の基準を与えているのは第一次世界大戦の記憶である。生き延びた人々にとって、混乱する会議卓は、新たな戦場より受け入れられる。「戦争の前の講和会議」という表現は、連盟による戦争予防の意味を、戦争を経験した読者の実感に結び付けている。
原文
Die erste Sitzung des neuen erweiterten Rates.
Genf, 16. September. Der neugewählte Rat ist um 17 Uhr zu einer vertraulichen Sitzung zusammengetreten, in welcher er sich konstituierte. Der Vorsitz sollte nach der Geschäftsordnung gemäß dem französischen Alphabet auf Deutschland fallen. Dr. Stresemann erklärte aber, daß im Rate eine Reihe neuer Mitglieder sitze und daß es daher empfehlenswert wäre, zum Vorsitzenden dieser Session ein Mitglied zu wählen, das die notwendigen Erfahrungen und Praxis hat. Er empfehle daher wärmstens, daß der Vertreter der Tschechoslowakei, Dr. Benes, auch weiterhin die Funktion des Vorsitzenden ausübe, welche er so erfolgreich in der 51. Session des Rates versah.
Der Antrag Dr. Stresemanns wurde einstimmig angenommen. Die Pressevertreter fanden, als die Sitzung um 17 Uhr 45 Min. für öffentlich erklärt wurde, Doktor Benes auf dem Präsidentensitz.
Der fascistische Imperialismus.
Paris, 16. September. Der französische Botschafter in Rom Besnard, der nach längerem Urlaube auf seinen Posten zurückgekehrt ist, hatte heute Vormittag vor seiner Abreise eine Unterredung mit Poincaré, der in Vertretung Briands die Geschäfte des Außenministeriums leitet. Die Aussprache hatte die jüngsten Ereignisse in Italien zum Gegenstande.
Der sehr energische Protest, den gestern der französische Geschäftsträger in Rom über Auftrag seiner Regierung eingelegt hat, hatte zur Folge, daß die fascistischen Organe ihre antifranzösischen Ausfälle kurze Zeit gemäßigt haben.
[...]
Es sollen in dem französischen Alpengebiet nicht weniger als sechs Divisionen konzentriert sein, auch die Armierung und die Artilleriebestände der Grenzfestungen sollen in den letzten Tagen wesentlich verstärkt worden sein. Der Zweck dieser Maßnahmen ist lediglich die Sicherung gegen Ueberraschungen von italienischer Seite.
Abgetan.
Der Völkerbund dagegen drängt, seiner ganzen Organisation nach, auf Diskussion und Erledigung. Gewiß, die Diskussion bietet noch nicht immer einen urbanen Eindruck, die Erledigung hat Kompromißschwäche und schielt nach Konzessionen, — aber schon die Tatsache, daß die Frage vor dem Areopag aller Staaten erledigt wird, gibt ihr den Stimmungsakzent des Abgetanseins, den Charakter des Votums einer solennen Friedenskonferenz. Eine Friedenskonferenz vor dem Kriege, — das ist heute schon die Funktion des Völkerbundes und wir sind durch die jüngste Vergangenheit nicht verwöhnt genug, eine solche Funktion geringschätzen zu dürfen. Die schlimmsten Intrigen, die gehässigsten und neidvollsten Kämpfe am grünen Tisch von Genf können uns Ueberlebenden der „Großen Zeit von 1914 bis 1918“ noch immer lieber und sympathischer sein als die heldenhaftesten Kämpfe auf blutigem Feld.