Neue Freie Presse
- 国民議会の良き一日
- 元皇太子カロルの復位はない
- ヴェルサイユ条約の改定を支持する急進社会党
1926年10月21日付のノイエ・フライエ・プレッセ紙は、首相に復帰したザイペルが国民議会で行った施政方針演説を、汚職との決別を示した演説として好意的に伝えた。同紙によれば、ザイペルは議員による官吏への口利きを一覧で知らせ、兼職禁止法を厳しくし、ドイツとの友好を掲げ、剰余金を減税に回す方針を示した。同紙は、ザイツ市長もザイペルの本気を疑わなかったと記し、規則だけでは公共の精神の代わりにならないとも論じた。ブカレスト発の電報は、王室が元皇太子カロルの王位継承者への復帰を否定したと報じ、摂政評議会の一員としての帰国には声明が触れなかったと指摘した。ドレスデン発の電報は、ドイツのキュルツ内相がフランス急進社会党員五十人の覚書を引用し、ポーランド回廊とダンツィヒを含むヴェルサイユ条約の改定論を紹介したと伝えた。
翻訳
国民議会の良き一日
ザイペル博士の施政方針演説。ザイツとヴァーバーの演説。重要な基本線での一致。
ウィーン、10月21日。
「ならず者」という言葉が一度も出なかった一日であり、つまりわが国の政治生活における祝日であった。議会の三会派に共通する確信が多くの点でまったく明瞭に現れた一日であり、つまり争いの暗さのあとの真の歓喜であった。ザイペル博士は最も巧みで最も賢明な演説の一つを行い、優れたスキーヤーのように、この比喩はお許しいただきたいが、力強い一振りで奈落へと突き進む滑降を止め、その言葉の力と権威によって自党に再び勇気を与えることに成功した。不思議なことに、そしてあらゆる反対の経験にもかかわらず、政治における誠実さは時として報われ、嘲られ笑われてきた百パーセントの清廉さがときおり救いをもたらす一方で、中途半端な者、多かれ少なかれ腐りかけた者、いつまでも回りくどい男たちは不幸と消えない屈辱しか生み出さないことがわかる。首相の口調からは、政府とあらゆる汚職分子との間に一線が引かれたことを、国民議会に対して率直に包み隠さず証明したいという願いが感じ取れる。この演説の後では、正直な者たちでさえ他人の不正を前にして「グアルダ・エ・パッサ」、つまり見て通り過ぎよという原則に従って振る舞うようなことは、もはや起こらないと期待してよいだろう。ザイツ市長もまた、この点をまったく疑問視しなかった。市長は、ザイペル博士がこの意志に真剣であることを決して否定せず、新首相の政府が投機家と手を組んでいるのではないかと疑うこともまったくなく、内閣が積もり積もった毒物を一掃するだろうという信頼を最初から拒むこともなかった。内閣は [?] [?] [?] 明日にもまた波が私たちの頭上で砕けるかもしれず、ひょっとするとごく短いうちに政治の兵営の練兵場のような口調へ逆戻りするかもしれないが、今日は違っていたのであり、この息継ぎの時間だけでも私たちは満足しなければならない。
首相は、行政の通常の運営に対する信頼が回復されることを望んでいる。議員による官吏への口利きは終わりにされ、今後はこうした介入を一覧表で知らせることになる。兼職禁止法はさらに厳しくされ、あらゆる濫用の可能性をなくすことになっている。しかしその際、あらゆる民主国家で恐れられている職業政治家化の弊害が生じるのを防ぐことも、同じく急務となるだろう。恐れるあまり、ついにはあらゆる気兼ねのなさが失われ、実業界で活動する人々、まさに国民議会が最も切実に必要としている種類の人々を引き入れるあらゆる機会が失われることは、避けなければならない。外面的な事柄や立法上の手段よりはるかに重要なのは精神である。あらゆる機械的な歯止めよりはるかに重要なのは、ここ数週間、数年間の経験が残した印象である。結局は何度でもかいくぐられうる規定の文言よりはるかに確かなのは、曲げることも折ることもできない全体の意志の自覚である。
そのほかの点でザイペル博士は、彼に期待されていたことを述べた。つまり彼は、あらゆる国との平和、とりわけドイツの兄弟民族との心からの友好を旗印に掲げるだろう。彼は官吏に歩み寄るが、予算も、さらに国営企業の予算も粉砕されてはならない。より大きな剰余金は、[?] のためよりもはるかに多く税負担の軽減に充てられなければならない。In -
元皇太子カロルの復位はない
本紙通信員発電報。
ブカレスト、10月20日。
王室大臣は本日、政府総理府を通じて声明を発表した。声明は次のように述べている。ルーマニアおよび外国の新聞の報道、[?] カロルがパリで母と行った会見に基づいて近く王位継承者の地位を再び受けるという報道は、真実に合致しない。政府の公式紙も同様の否定声明を掲載している。目を引くのは、声明が否定しているのはカロルの王位継承者への復位に関する報道だけであり、カロル王子が摂政評議会の一員としてルーマニアに帰国できるかどうかという問題には触れていない点である。
ヴェルサイユ条約の改定を支持する急進社会党
ボルドー党大会に提出された覚書。
本紙通信員発電報。
ドレスデン、10月20日。
ライヒ内相キュルツ博士は、自らが属する民主党のための選挙演説の中で、政治情勢についても見解を述べた。キュルツ博士は、フランスで平和の方向への転換が認められることの証拠として、ボルドーの党大会に提出された急進社会党員五十人の覚書を挙げた。その際、博士はこの覚書から次の一節を引用した。「それゆえわれわれは、ヴェルサイユ講和の改定、とりわけポーランド回廊の撤廃とダンツィヒのドイツへの復帰をも視野に入れる。ただし、ポーランドが海への安全な通商路を得ること、そしてポーランド人の住む地域がポーランド共和国にとどまることを条件とする。」キュルツ内相は、ドイツ外交の目標は従来どおりドイツの平和とヨーロッパの平和であると述べた。
解説
1926年10月にザイペルが首相に戻った理由
この記事が称えた演説は、政権に戻ったザイペルが初めて行った施政方針演説である。1924年11月から首相を務めていたキリスト教社会党のルドルフ・ラーメクは、国営の郵便貯金局をめぐる危機のさなかの1926年10月20日に辞任し、ザイペルが再びその後を継いだ。危機は数か月前から積み重なっていた。ラーメク政府は1926年7月初めに、破産状態のツェントラルバンクを救済しなければならなかった。同年9月には郵便貯金局の不祥事が公になり、この国営機関がインフレによる損失を避けようとした投機取引で重い損失を出していたことが明らかになった。同紙がザイペルの演説を政府と汚職分子とを分ける線として読み、「ならず者」という言葉の出なかった議会を祝日と呼んだのは、こうした事情があったからである。同紙が望んだ休戦は長く続かなかった。ザイペルは1926年から1929年までの2度目の首相在任中、とりわけ社会民主党との対決を進めた。
前財務相アーラーが不祥事の議論に結びついた経緯
この抜粋は「投機家」や「汚職分子」について語るが、名前は挙げていない。1926年秋の不祥事をめぐる政治では、ヤーコプ・アーラーが議論の中心の一人になった。アーラーは1924年11月20日から1926年1月15日まで第1次ラーメク内閣の財務相を務め、シュタイアーマルクの経済政策に大きな影響力を持つヴィクトール・ヴッテの友人として知られていた。アーラーは1926年秋からニューヨークとハバナに滞在しており、不在の前財務相は自党の仲間からも責任を負わされる役回りにされた。アーラーには、郵便貯金局に巨額の債務を負う投機家ジークムント・ボーゼルを財務相として助けたという疑いがかけられた。アーラーは後にこの疑いを強く否定した。同紙は、ザイツ市長が新内閣と投機家との結託を疑わなかったと伝えた。この自制が重みを持ったのは、疑惑が与党の内部にまで及んでいたからである。
カロル王子の王位継承権放棄とその後の帰国
ブカレストの否定声明は、すでに権利を手放していた王子についての声明である。カロルはエレナ・ルペスクとの関係をめぐる醜聞の結果、1925年12月28日に息子ミハイのために王位継承権を放棄し、その後パリでルペスクと公然と暮らした。電報によれば、カロルが母と会見した場所もこのパリである。通信員は、声明が摂政の役割について何も述べなかった点に注目した。この点は現実の問題につながっていた。1927年に国王フェルディナンドが死去すると、5歳のミハイが王位を継ぎ、ニコラエ王子、ミロン・クリステア、ゲオルゲ・ブズドゥガンによる摂政は十分に機能しなかった。カロルはその後の危機のなかで1930年にルーマニアへの帰国を許され、息子を退位させてカロル2世として王位に就いた。1926年10月の公式の否定は、4年足らずしか保たれなかったことになる。
1926年のボルドー大会が外交について正式に決めた内容
キュルツはボルドー大会を、フランスが平和の方向へ転じた証拠として示した。ル・コティディアン紙の1926年10月17日付の報道は、急進党がこの大会で正式に決めた内容を伝えている。大会はモーリス・サローを514票中446票で党首に選び、エリオが1924年7月に始めてジュネーヴ、ロカルノ、トワリーで続けた政策の成果を歓迎し、ロカルノ条約への全面的な支持とドイツの国際連盟加盟の承認を決議した。同じ報道によれば、外交討論の発言者の一人はドイツ国の誠意に対する懸念を表明しており、報道が掲載した外交決議はポーランド回廊にもダンツィヒにも触れていない。キュルツが引用した一節は、大会そのものの決定としてではなく、党員50人の覚書の一部として、ドイツの閣僚が選挙演説で紹介した形でオーストリアの読者に届いたのである。
原文
Ein guter Tag im Nationalrat.
Ein guter Tag im Nationalrat. Die Programmrede Dr. Seipels. Reden von Seitz und Waber. Uebereinstimmung in wichtigen Grundlinien. Wien, 21. Oktober. Ein Tag, wo das Wort Lump nicht vorgekommen ist, also ein Feiertag in unserem politischen Leben. Ein Tag, wo vielfach die gemeinsame Ueberzeugung der drei Gruppen des Parlaments ganz klar hervortrat, also eine wahre Wollust nach den Düsternissen des Streites. Dr. Seipel hat eine der geschicktesten und klügsten Reden gehalten und es ist ihm gelungen, wie ein guter Skiläufer - man verzeihe den Vergleich - mit einem mächtigen Schwung die sausende Fahrt ins Abgründige zu stoppen und seiner Partei wieder Mut zu geben durch die Kraft und durch die Autorität seines Wortes. Man sieht, seltsamerweise und trotz aller gegenteiligen Erfahrungen lohnt sich manchmal die Anständigkeit in der Politik und die verhöhnte und belachte hundertprozentige Reinheit bringt hie und da die Rettung, während die Halbschlächtigen, die mehr oder minder Angefaulten, die Männer der ewigen Umschweife nur Unglück schaffen und bleibende Erniedrigung. Man spürt aus dem Tone des Kanzlers den Wunsch, dem Nationalrat frisch und von der Leber weg zu beweisen, eine Trennungslinie sei gezogen zwischen der Regierung und allen Korruptionisten. Es wird, das können wir nach dieser Rede wohl erwarten, nicht mehr geschehen, daß selbst die Ehrlichen bei der Unehrlichkeit der anderen nach dem Grundsatz handeln: Guarda e passa, zuschauen und vorübergehen. Auch Bürgermeister Seitz hat ja keineswegs in Frage gestellt, er hat durchaus nicht geleugnet, daß es Dr. Seipel ernst sei mit diesem Willen, er hat durchaus nicht die Regierung des neuen Bundeskanzlers verdächtigt, als mache sie gemeinsame Sache mit den Spekulanten, er hat dem Kabinett das Zutrauen nicht im Vornherein versagt, es werde aufräumen mit den angesammelten Giftstoffen, es werde [?] [?] [?] leicht morgen schon wieder die Wellen über uns zusammenschlagen, wenn wir vielleicht in der kürzesten Zeit wieder zurückfallen in die Tonart des politischen Kasernenhofes, heute war es anders und schon diese Atempause muß uns genügen. Der Bundeskanzler will, daß das Vertrauen zum normalen Gang der Verwaltung wieder hergestellt werde, die Interventionen der Abgeordneten bei den Beamten sollen ein Ende nehmen, eine Liste wird von nun ab diese Eingriffe mitteilen. Das Unvereinbarkeitsgesetz soll noch verschärft werden, damit alle Möglichkeiten des Mißbrauches schwinden. Dabei wird es jedoch ebenso dringend sein, zu verhüten, daß der Schaden des Berufspolitikertums eintrete, der in allen Demokratien gefürchtet wird Man wird vermeiden müssen, daß vor lauter Angst schließlich jede Unbefangenheit verloren gehe, jede Gelegenheit, Männer des aktiven Wirtschaftslebens heranzuziehen, gerade jene Gattung, die der Nationalrat am dringendsten benötigt. Viel wichtiger als Aeußerlichkeiten und gesetzgeberische Mittel ist der Geist. Viel wichtiger als alle mechanischen Hemmungen ist der Eindruck der Erfahrungen in den letzten Wochen und Jahren; viel sicherer als der Buchstabe einer Vorschrift, die ja doch immer wieder umgangen werden kann, ist das Bewußtsein eines Gesamtwillens, der nicht zu beugen und nicht zu brechen ist. Dr. Seipel hat im übrigen das gesagt, was man von ihm erwartete, das heißt also, er wird Frieden mit allen Mächten, herzliche Freundschaft besonders mit dem deutschen Brudervolke auf seine Fahnen schreiben. Er wird den Beamten entgegenkommen, aber das Budget und auch die Budgets der Betriebe dürfen nicht zerschmettert werden. Größere Ueberschüsse müssen Verwendung finden viel mehr zur Erleichterung der Abgaben, als für [?] In -
Keine Wiedereinsetzung des Exkronprinzen Carol.
Im redaktionellen Teil (Kleine Chronik, Lokalbericht, Theaternachrichten, Economist) enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorgesetztes E kenntlich gemacht. Keine Wiedereinsetzung des Exkronprinzen Carol. Telegramm unseres Korrespondenten. Bukarest, 20. Oktober. Der Minister des königlichen Hauses veröffentlicht heute im Wege des Präsidialamtes der Regierung ein Communiqué, in welchem es heißt: Die Mitteilungen der rumänischen und ausländischen Presse, [?] Carol werde auf Grund der zwischen ihm und seiner Mutter in Paris stattgehabten Begegnung alsbald die Thronfolgerwürde wieder annehmen, entsprechen nicht der Wahrheit. Die offiziellen Blätter der Regierung veröffentlichen ähnliche Dementis. Auffallend ist, daß in dem Communiqué nur die Meldungen über die Wiedereinsetzung Carols zum Thronfolger dementiert werden, daß das Communiqué aber auf die Frage, ob Prinz Carol als Mitglied des Regentschaftsrates nach Rumänien zurückkehren könne, nicht eingeht. Die radikalsozialistische Partei für
Die radikalsozialistische Partei für Revision des Versailler Vertrages.
Auffallend ist, daß in dem Communiqué nur die Meldungen über die Wiedereinsetzung Carols zum Thronfolger dementiert werden, daß das Communiqué aber auf die Frage, ob Prinz Carol als Mitglied des Regentschaftsrates nach Rumänien zurückkehren könne, nicht eingeht. Die radikalsozialistische Partei für Revision des Versailler Vertrages. Ein Memorandum auf dem Parteitag in Bordeaux. Telegramm unseres Korrespondenten. Dresden, 20. Oktober. Reichsinnenminister Dr. Külz hat im Verlaufe einer Wahlrede für die demokratische Partei, der er angehört, auch zu den politischen Geschehnissen Stellung genommen. Er bezog sich als Beweis für den Umschwung, der in Frankreich im Sinne des Friedens festzustellen sei, auf ein Memorandum von fünfzig Mitgliedern der radikalsozialistischen Partei, das dem Parteitag in Bordeaux vorgelegen hat. Dabei zitierte er aus diesem Memorandum folgenden Passus: " Daher fassen wir auch eine Revision des Versailler Friedens ins Auge und ganz besonders die Beseitigung des polnischen Korridors und die Rückkehr Danzigs zu Deutschland, unter dem Vorbehalte, daß Polen gesicherte Handelswege ans Meer erhält und daß die von Polen bewohnten Gebiete der polnischen Republik verbleiben. " Minister Külz bezeichnete als das Ziel der deutschen Außenpolitik nach wie vor die Befriedung Deutschlands und die Befriedung Europas. Die Attentate gegen Mussolini. Die Untersuchung abgeschlossen. Rom, 20. Oktober. Nach der " Tribuna " ist die Untersuchung gegen Miß Gibson, die sich im Irrenhause befindet, Zani -