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· ベルリン(ドイツ) · ドイツ語

Vossische Zeitung

警察展覧会に賓客が集まる中、タウエンツィーン通りの宝石店に武装強盗が入り、百貨店を通って逃走した。別の記事は、クラースに不利な証言をする証人の扱いと、展示資料の撤去を求める軍の姿勢を批判した。ゲオルク・ベルンハルトは保守派の記者を擁護し、ジュネーヴで各国の記者が日常的に協力する様子を描いた。

翻訳

タウエンツィーン通りの西部劇

警察展覧会に招かれた国内外の賓客が、カイザーダムの会場を見学しようと集まっていたまさにその時刻、ベルリンでは、ニューヨークの無法者の大胆な犯行を思わせる、前代未聞の大胆さで犯罪が実行された。午後3時少し前、白昼堂々、犯人たちはタウエンツィーン通り7番地の宝石店マロッティ・ウント・フラインク有限会社に拳銃を突きつけて押し入り、店主と従業員を動けなくして、ショーウインドーを荒らし、12万5000マルク相当の宝石を奪った。ガラスのカウンターでは「大砲爆竹」と呼ばれる花火に火をつけ、激しい爆発音を響かせた。通行人まで巻き込む大混乱の中、犯人たちは向かい側の百貨店カウフハウス・デス・ヴェステンスへ逃げ込み、入口の係員と絹織物売場の主任を制して、騒然とした逃走劇の末に逃げおおせた。警察の緊急出動隊は百貨店の建物群を封鎖し、全階を捜索したが、犯人の痕跡は見つからなかった。

共和国とライヒ

昨日午後、ベルリン市庁舎で始まった共和派指導者会議で、「統一国家への道」を議題に討議する中、ベルリン警察副長官のフリーデンスブルク博士が衝撃的な発表をした。博士は近年の数多くの事例を挙げ、プロイセンの行政機関とライヒの諸機関、とりわけ司法と軍の対立が、統一された国家意思の確固たる権威をいかに脅かしているかを示した。そして、新たな事例を付け加えた。汎ドイツ主義者の指導者クラースに対する大逆罪の訴訟では、被告人のただ一人さえも未決勾留させることができなかった。ところが、この寛大な対応とは全く対照的に、クラースに不利な証言をする最重要証人が、軍事機密を漏らしたとの容疑で、数日前、ライヒ検事総長の命令によって逮捕されたという。(本紙の情報によれば、逮捕された人物が3、4年前、国防省に採用を断られた特許を、右翼議員の仲介で外国に売り込もうとしたという疑いである。――編集部)ライヒ、州、自治体の高官や共和派の有力政治家が多数出席していた会議では、この発表に激しい憤りの声が上がった。

ライヒの諸機関が、州の権限に属する事柄へ極めて奇妙な形で介入している例を、もう一つ挙げることができる。本紙が得た情報では、国防省は数日前、プロイセン内務省が開催する警察展覧会の非公開の(!)部門から、特定の資料を撤去するよう求めたという。本紙の情報によれば、主に次の品々が対象である。

1. ヴァルター・ラーテナウの殺害に使われた短機関銃。聞くところでは、国防省は「遺族の心情への配慮」を要求の理由にしている。国防省がラーテナウ家の代弁者でないことは確かだが、それはさておき、このような措置は、確実に全く根拠がないとはいえ、極めて危険な疑念が世間に広がる道を開いてしまう。

2. ヴィルムスのフェーメ殺人事件に関係する資料のすべて。

3. 共産主義者ヘルツとプレットナーの集団的な犯罪行為に関する展示品。

4. 「フェーメ」という言葉そのもの。予審判事が作成した掲示にあるものまで対象だという! 「フェーメ殺人」は「裏切り者の殺害」に置き換えなければならない。国防省は「フェーメ」を外国語だと考えているのか。それとも、黒い国防軍の用語について、われわれの知識をさらに豊かにしてくれるのだろうか。

5. 政治犯罪を扱う展示では、軍に関する呼称、階級などをすべて紙で覆わなければならない。

(詳報は3面参照)

雄弁は銀

演説の内容を伝えたドイツ国家主義派の記者は、ライヒ外相に次いで大きな面倒に巻き込まれた。シュトレーゼマンの演説原稿をフランスの通信社に「売り飛ばした」との疑いまでかけられている。左派の一部の新聞では、これはフーゲンベルクがシュトレーゼマンの外交政策を妨害しようとしたものだとさえ書かれた。公正を期すなら、こうした誇張は正さなければならない。この記者は、フーゲンベルク系とは到底いえない、あのドイツ国家主義派の新聞で長年働いている。その新聞は、背後にある大農業団体を除けば完全に独立しており、安定した財政基盤が、フーゲンベルクからの直接的な影響を防ぐ堅固な防壁となっている。しかも当の記者は、国家主義的で保守的な世界観を持つことに疑いはないものの、同じ政治的立場に立つ人々の中では、独仏の相互理解に向けた努力を最も客観的に見ている部類に入る。彼のしたことは、ジュネーヴの社会では当然とされることにすぎない。ここ数年、国際会議、とりわけジュネーヴで開かれる国際連盟の会議では、各国の記者の間に、実に喜ばしい仲間としての協力関係が育ってきた。仕事では互いに助け合い、連盟加盟国と非加盟国を区別したこともない。つい最近まで距離を置いていたのは、各国のほんの一握りの頑固な反対者だけである。大多数は、豊富で、可能な限り客観的な報道を行うという、職業上の共通の利益を何より重んじている。少なくとも事実を扱う限りはそうである。ジュネーヴのビヤホールの一つ「バヴァリア」には、夜、仕事を終えた各国の記者が入り交じって集まり、意見や情報を交換する。各国の記者は、自国への配慮と記者としての慎みを働かせ、何を伝えてよいかを判断し、外国人の耳には入れられないことについては口を閉ざす。これまでは、それがいつもうまくいっている。

解説

ベルリンの新しい繁華街で起きた強盗

犯人がカウフハウス・デス・ヴェステンスへ逃げ込んだことで、この強盗事件は近代ベルリンを象徴する場所を舞台に展開した。1907年に開業したこの百貨店は、住宅街だったタウエンツィーン通りを買物の大通りへ変える一因となった。広い売場と多様な部門を備えていたことが、宝石店のショーウインドーから入口の係員、絹織物売場、そして建物全体の捜索へと移る記事の場面を理解する手掛かりになる。冒頭の警察展覧会への言及には皮肉がある。賓客が治安維持の仕組みを見学している間に、武装した強盗が有名な商業地区を逃げ回っていたのである。紙面の副見出しは被害額を15万マルクとするが、今回採録した冒頭本文では12万5000マルクとなっており、紙面内で食い違いは説明されていない。

「フェーメ」という言葉が争点になる理由

「フェーメ殺人」を「裏切り者の殺害」に置き換えるという要求には政治的な意味があった。共和国初期には、武器の隠匿場所や秘密活動を漏らしたと疑われた人々が、国家主義的な団体によってひそかに襲われ、殺害された。こうした犯罪がフェーメ殺人と呼ばれ、バイエルン以外の多くの事件には黒い国防軍が関わった。被害者を「裏切り者」と呼ぶことは、加害者側の正当化をなぞることになりうる。一方、「フェーメ」という呼称は、組織が独自の裁きを下して人を殺す行為へ目を向けさせる。記事が展示の文言や軍の階級表示をめぐって怒りを込めた問いを発する背景はここにある。また、議会調査委員会の定義では、ラーテナウ暗殺は政治的殺人ではあってもフェーメ殺人ではなかった。ヴィルムス事件の資料とラーテナウの展示品は、同じ分類に属するわけではない。

独仏の和解とジュネーヴの記者たち

ベルンハルトが保守派の同業者を擁護した文章は、1920年代半ばの外交的な関係改善の中に位置づけられる。シュトレーゼマンは、かつての連合国との交渉を通じてドイツの国際的地位を回復しようとした。1925年のロカルノ諸条約はフランスとの接近を進め、1926年9月にはドイツが国際連盟に加盟し、理事会の常任理事席を得た。そうした状況では、記者が外相の政策を妨害したという非難によって、普段の情報交換まで政治的な醜聞になりかねなかった。これに対し、ベルンハルトが描いたのは、国境や政治的立場を超える協力関係である。ビヤホールの場面は、外交上の変化に対応する職業世界の姿を見せている。各国政府がジュネーヴで対等な加盟国になる以前から、記者たちは情報を交換していたのである。

原文

Wildwest in der Tauenzienstraße

Zur gleichen Stunde, in der sich die in- und au8ländischen Ehrengäste der Polizeiausstellung zu einem
Rundgang durch die Hallen am Kaiserdamm vereinten,
ist in Berlin ein mit beispielloser Kühnheit ausgeführtes Verbrechen verübt worden, das an die verwegensten Streiche New-Yorker Banditen erinnert.
Kurz vor 3 Uhr nachmittags, am hellen Tage, drangen
Verbrecher in Das JIuwelengeschäft Marotti u.
Freink G. m. b. H, in der Tauentzienstraße 7
mit vorgehaltenem Revolver ein, hielten Inhaber und
Angeftellte in Schach, raubten das Schauseuster aus und
esbeuteten Juwelen im Werte von 125000 M, Auf
dem Glastisch entzündeten fie ein Feuerwerk, sogenannte Kanonenschläger, die unter heftiger Detonation
explodierten, In der allgemeinen Panik, die fich auch
der Straßenpassanten bemächtigt hatte, entflohen vie
Verbrecher in, das auf der gegenüberliegenden Seite
gelegene Kaufhaus des Weftens, überwältigten Portier
und den Leiter der Seidenabkeilung und entkamen nach
aufregender Flucht, Das Ueberfallkommando sperrte
den Warenhauskomplex ab, durchsuchte fämtliche Stodwerke, fand aber keine Spur von den Verbrechern.

Republik und Reich

Auf der republikanischen Führertagung, die gestern nad
mittag im Berliner Rathaus begann, machte der Berliner
Poli; izepräsident Dr. Friedensburg bei der Erörterung
des Verhandlungsgegenstandes „Wege zum Einheitsstaat“
eine sensationelle Mitteilung. Mit zahlreichen Beispielen
aus den leßten Jahren belegte er, wie stark die feste Autorität
eines einheitlihen Staatswillens durc< Gegensäße zwischen
preußischer Exekutive und Reichsbehörden (besonders Justiz
und Heer) gefährdet wird. Dazu fügte er einen neuen Fall:
In dem Hochverratsverfahren gegen den alldeutschen Her
Claß, bei dem die Verhängung der Unterfudhungshaft auch
nur gegen einen der Angeihuldigten nicht zu erreidien war,
ist im strikten Gegenfag zu dieser milden Auffassung vor
einigen Tagen der Hauptbelastungszeuge gegen Claß*'auf Anordnung des Oberreichsanwalts wegen angeblichen Verrätes
militäris<er Geheimniffe verhaftet worden. (Nach unseren
Informationen handelt es sich darum, daß der Verhaftef& vor
drei bis vier Jahren ein vom Neihswehrminifterium a b gelehntes Patent durd Vermittlung eines rechtsstehenden
Abgeordneten dem Ausland angeboten haben soll. — D. Red.)
Die Mitteilung wurde von der Verfantmlung, an der zahl
reiche hohe Neichs-, Staats: upd Kommunalbeamten \und
führende republikanische Politiker teilnahmen, mit ftürmischen Entrüstungskundgebungen aufgenommen.
Air find in der Lage, noch ein weiteres aktuelles Beispiel
dafür anzuführen, wie Reichsbehörden in äußerst eigenartiger Weise in Staatskompetenzen eingreifen. Wie wir
erfahren, hat das Reichswehrministerium vor einigen Tagen
die Entfernung von gewissem Material aus der gesc<hlossenen (!) Abteilung der vom Preußischen Innenministerium veranstalteten Polizeiausstellung verlangt. Nach
unseren Informationen handelt es sich in der Hauptsache um
folgende Stücke:
1. Die Maschinenpistole, mit der Walther Rathenau
ermordet wurde, Das Neichswehrministerium begründet, wie
wir hören, diese Forderung mit „Pietät gegen die Angehörigen“. — Abgesehen davon, daß das Reichswehrministerium sicherlich nicht Sachwalter der Familie Rathenau ist,
wird mit solchen. Maßnahmen äußerst gefährlichen, wenn auch
gewiß gänzlich unberechtigten Vermutungen in der Oeffentlichkeit
Tür und Tor geöffnet.
2. Das gesamte Materiol, das mit dem Fememorvfall
Wilms in Verbindung steht.
8. Die Ausstellungsobjekte über die Bandentaten der
Kommunisten Hölz und. Plettner.
4, Das Wort „Feme“, selbst soweit es auf Plakaten des
Unterfuhungstihters vorkommt! An Stelle von „Fememord“
ist das-Wort „Verrätermord“ zu seßen. — Hält das Reichswehrminifterium „Feme“ für ein Fremdwort? Oder ist es in der
Lage, die bisherige Kenntnis der Terminologie der Schwarzen
Reichswehr zu bereichern?
5. Sind alle militärischen Bezeichnungen, Dienstgrade
usw. bei der Darstellung politischer Straftaten zu überkleben.
(Siehe ausführlichen Bericht 3, Seite.)

Reden ist Silber

Neben dem Reichsaußenminister find dem deutfcjnationalen
Journalisten, der den Inhalt der Rede weitergab, die größten
Unannehmlichkeiten entstanden. Er ist sogar in den Verdacht
geraten, den Text der Stresemannsc<hen Rede an die französische Agentur „verhökert“ zu haben. Und in einzelnen
Blätteyn der Linken las man sogar, daß es sich hier um einen
Hugendergschen Versuch der Sabotierung der Stresemannschen
Außenpolitik handele. Die Gerechtigkeit gebietet es, diese"
Uebertreibungen richtigzustellen. Es. handelt sich hier um
einen Journalisten, der ein-alter Mitarbeiter desjenigen
deutschnationalen Organs ist, das zweifellos nicht zu den
Hugenberg-Blättern gerechnet werden. darf, das vielmehr,
außer von der hinter ihm stehenden großen landwirtschaft»
lien Organisation, sonst vollkommen unabhängig ist, und
dessen gesicherte finanzielle Situation ein festes Bollwerk
gegen unmittelbare Hugenbergsche Einflüsse bildet. Der be=
treffende Journalist ist zudem no< gerade einer derjenigen,
der, bei unbezweifelbar deutschnationaler und konservativer
Weltauffassung den deutsch-französishen Verständigungsbestrebungen von all seinen Gesinnungsgenossen noch am
objektivsten gegenübersteht. Er hat gar nichts anderes getan,
als was im Genfer Milieu eigentlich selbstverständlich ist.. Im
Laufe der lezten Jahre hat sich auf den internationalen Kons
ferenzen, insbesondere aber auf den Tagungen des Völker»
bundes in Genf, ein im höchsten Maße erfreuliches kameradschaftliches Zusammenarbeiten der internationalen Journaliftenwelt herausgebildet. Man unterstüßt sich gegenseitig
in der Arbeit, ohne daß dort jemals der Unterschied zwischen
Mitgliedern und Nichtmitgliedern des Völkerbundes gemo<t
wurde, Nur ein paar ganz. Unverföhnlide, aus allen
Nationen, haben sic bis vor kurzem ferngehalten. Die große
Masse stellt das gemeinsame Berufsinteresse an der reich»
haltigen und, soweit überhaupt möglich, objektiven Berichte
erstattung (wenigstens soweit Tatsachen in Betracht kommen)
in den Vordergrund. In einem der Genfer Bierlokale, der
„Bavaria“, versammeln sich des Nachts nach getaner Arbeit
die Journalisten aller Länder im bunten Durcheinander und
tauschen Ansichten und Mitteilungen untereinander aus,
wobei den Angehörigen einer jeden Nation der nationale
Takt und das journalistische Diskretionsgefühl, bisher auch
immer mit Erfolg, sagt, was man weitergeben und verschweigt,
was vor fremden Ohren nicht enthüllt werden kann.

紙面の出典:Source: Staatsbibliothek zu Berlin / zefys

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